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18.07.2022

Azoren - Welche Inseln zum Wandern?

Die Zentralgruppe lockt mit abwechslungsreichen Revieren

Wie bei vielen Archipelen so steht man auch bei den Azoren vor der Qual der Wahl, welche der Inseln entspricht meinen Bedürfnissen am besten. Selbst wenn das Primärinteresse dem Wandern gilt, fällt die Entscheidung bei den Azoren nicht ganz leicht, denn der portugiesische Archipel mit seinem vulkanischen Ursprung verfügt über mehrere Inseln, die sich für einen Wanderurlaub anbieten. Da die begrenzte Urlaubszeit in der Regel nicht ausreicht, alle Eilande stressfrei zu erkunden, empfehlen wir die drei am nächsten zusammenliegenden Inseln der Zentralgruppe zum Wandern. Pico, Faial und São Jorge bieten Wanderfreunden nicht nur abwechslungsreiche Reviere – darunter den höchsten Berg Portugals – sie vermitteln zudem einen guten Eindruck davon, was die Attraktivität des Archipels im Allgemeinen ausmacht. Durch ihre geographische Nähe kann man ganz entspannt mit der Fähre von Eiland zu Eiland reisen.
 

Wandergruppe auf dem Abstieg vom Vulkan Pico auf den Azoren.

Welche Inseln zum Wandern? Faial: vorbei an zehn Vulkanen

Die Anreise nach Faial ist Dank des internationalen Flughafens gut zu bewerkstelligen. Hier wartet der längste zusammenhängende Wanderweg der Azoren, der Trilho dos 10 Vulcões, darauf, begangen zu werden. Rund 22 Kilometer zieht sich dieser Wanderweg vom Cabeço Gordo im Inselinneren vorbei an – wie der Name besagt – zehn Vulkanen bis an die Westspitze Faials. Er macht Faial mit Sicherheit zu einer idealen Insel zum Wandern. Der Ausgangspunkt Cabeço Gordo bildet mit 1.043 Metern die höchste Erhebung der Insel. Seine mächtige Caldera hat einen Durchmesser von zwei Kilometern und ist etwa 500 Meter tief. Dieses Naturreservat der Caldeira do Faial allein lohnt schon eine Wanderung. Am Krater wachsen viele endemische Pflanzen und mit seinen zahllosen Hortensienbüschen auf der Außenseite führt er anschaulich vor Augen, wie Faial zu ihrem Beinamen als die „Blaue Insel“ kam. Vom Hauptkrater aus führt der Trilho dos 10 Vulcões durch eine Landschaft mit knorriger Baumheide und vorbei an Wasserläufen. Zu den weiteren Vulkanen auf der Route, die gut bestiegen werden können, gehören der Cabeço Verde und der Cabeço do Canto. Die anspruchsvolle Wanderung endet an der Westspitze Faials. Die „Mondlandschaft“ Capelinhos entstand erst Ende der 1950er Jahre bei einem der letzten Vulkanausbrüche. So sind die Auswirkungen der vulkanischen Aktivitäten hier sehr gegenwärtig. Über das Phänomen Vulkanismus informiert an diesem unwirklichen Ort auch ein Museum.
 

Welche Inseln zum Wandern? São Jorge: alle Zentralinseln im Blick

Von Faial bietet sich die Fahrt mit der Fähre nach São Jorge an. Die über 50 Kilometer lange, aber recht schmale Insel besteht quasi aus einer einzigen langen Bergkette und ist noch sehr naturbelassen. Auch hier reiht sich entlang des Gebirges Vulkan an Vulkan. Bis zu einer Höhe von über 1.000 Metern ragen die Bergspitzen aus dem Meer – für Wanderer ein wahres Paradies! Entlang der Küste führt eine Route von der Fajã dos Vimes zur Fajã de São João. Fajã bezeichnet im Portugiesischen ein Feld mit Lavagestein oberhalb der Wasserlinie. Die fruchtbare Fajã de São João gilt als der Obstgarten São Jorges; dort gedeihen beispielsweise Bananen, Orangen und Feigen. Neben den herrlichen Ausblicken aufs Meer macht die angenehm frische Atlantikbrise die Küstenroute zu einer beliebten Strecke. Auch durch die von Lorbeerwäldern bewachsenen Berge im Inselinneren gibt es ein dichtes, gut beschildertes Netz an Wegen. Von ihren Höhen hat man nicht nur die umliegenden Vulkankegel, sondern auch sämtliche Zentralinseln im Blick: im Nordosten Terceira und Graciosa sowie im Südwesten Faial und Pico. Nicht nur Wanderer erfreut die Insel, sie macht auch die hiesigen Kühe glücklich, denn sie können das ganze Jahr über auf ihren Weiden verbringen. Der würzige, aus ihrer Rohmilch hergestellte Käse bietet einen nahrhaften Snack zwischen kräftezehrenden Wanderungen.
 

Wandergruppe auf dem Abstieg vom Vulkan Pico auf den Azoren.

Welche Inseln zum Wandern? Pico: der höchste Berg Portugals

Auch Pico mit dem gleichnamigen höchsten Berg Portugals ist definitiv eine Azoreninsel zum Wandern. Mit seinen 2.351 Metern stellt er zudem den größten Vulkan des Archipels dar und gehört auch zu den höchsten Vulkanen Europas. Das Panorama von seiner Spitze über die umliegenden Inseln bleibt jedem Gipfelstürmer unvergesslich und entlohnt für den anspruchsvollen Aufstieg. Eine weitere spektakuläre Route auf Pico bildet der "Donkey-Trail". Vom unter Naturschutz stehenden Hochland und dem Eruptionsgebiet Mistério da Prainha führt ein historischer Eselspfad hinunter zur Nordküste. Immer wieder eröffnen sich neue grandiose Blicke und Perspektiven auf die hoch aufragenden Vulkane, den blauen Atlantik und die Nachbarinsel São Jorge. Die Weinliebhaber unter den Wanderern sollten sich einen Gang durch die Rebgebiete an der Westküste Picos nicht entgehen lassen. Auf den fruchtbaren Lavaböden begannen die Inselbewohner Ende des 18. Jahrhunderts Weinstöcke anzubauen. Seit 2004 gehört die spezielle Anbautechnik der zwischen den alten Steinmauern wachsenden Rebstöcke zum UNESCO-Weltkulturerbe. Wer sich einen Tag Auszeit von der Inselerkundung per pedes nehmen will und zwischen Ende März und Anfang November auf Pico weilt, dem sei zudem eine Walbeobachtungstour ans Herz gelegt. In dieser Jahreszeit halten sich verschiedene Walarten in den Gewässern rund um Pico auf.
 

Unsere Azoren Reise:

Best Selection

5x moderat, 3x anspruchsvoll

  • Die schönsten Wanderungen auf den Zentralinseln Faial, Pico und São Jorge
  • Der längste Wanderweg der Azoren: Von der Stille der mächtigen Caldeira im Inselinneren vorbei an 10 Vulkanen erreichen wir die wüstenähnliche Landschaft Capelinhos
  • Das Meer liegt uns zu Füßen: Schweißtreibend und anstrengend ist der Aufstieg auf den höchsten Berg Portugals, gleichzeitig auch Vulkan. Spektakulär die Aussicht auf die Inseln.

12 Tage Gruppenreise 6 bis 12 Personen

ab 2.260 € (inklusive Flug)

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