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9-tägige Wüstenwanderung im Gebiet Tazarine Merzouga mit den Ait Khabbach-Nomaden
Formenreiche Dünen, Oasen und herrliche Weiten
Straße der Kasbahs mit ihrer unvergleichlichen Lehmarchitektur
Symphonie der Farben und Formen in einem der vielfältigsten Wüstengebiete Marokkos. Hier mischen sich schwarze Felsformationen mit rötlichem Wüstensand, herrliche einsame Dünenlandschaften, weite Ebenen, Schluchten und malerische Steinwüsten.
Die Wüste hat hier ein unendlich facettenreiches Gesicht - Sie werden staunen! Wir wandern tagelang durch herrliche Dünenlandschaften, weite Ebenen, Schluchten und Steinwüsten, campieren in den Dünen und genießen das Schauspiel des Sonnenunterganges. Das Gehen in der Wüste ermöglicht es uns, in eine für uns ungewohnte Weite und Stille einzutauchen und unsere Sinne neu zu entdecken.
Wir springen über den Dünenkamm, lassen den Sand durch unsere Finger rieseln und genießen die einmalige Abendstimmung - mit einem Glas süßen Pfefferminztee und frisch gebackenem Brot vom Feuer. Bei Brunnen und in weiten Dünenlandschaften schlagen wir die Zelte auf. Wir tauchen ein in die traumhafte Landschaft und finden Ruhe, Abstand und Freude im Einfachen. Selten treffen wir Siedlungen und NomadInnen mit ihren Herden. Diese Tour lässt das Herz der NomadIn und LiebhaberIn des Gehens höher schlagen. Der Kreis unserer Trekkingreise schließt sich bei der Rückfahrt über die Straße der Kasbahs und einem Aufenthalt in der quirligen Stadt Marrakech der Inbegriff einer orientalischen Stadt.
Unser Kommentar:
Einer unserer "Klassiker" und seit vielen Jahren im Programm. Für jene WüstenliebhaberInnen, die eine längere Wanderung durch vielfältigste Wüstenlandschaften unternehmen möchten.
++ Reiseablauf ++
1. Tag: Flug nach Casablanca
Flug nach Casablanca mit anschließendem Transfer nach Marrakech zum Hotel. Auf der Fahrt bekommen wir einen ersten Eindruck von diesem faszinierenden Land mit den 2500 Kilometern Küsten an Atlantik und Mittelmeer, weiten & fruchtbaren Ebenen, dem schneebedeckten Hochgebirge, bilderbuchartigen Sandwüsten und pulsierenden Städten. Übernachtung im Doppelzimmer mit Frühstück in einfachem Hotel.
2. Tag: Marrakech
Das Tor zum Süden bietet facettenreiche Eindrücke wie von 1001 Nacht: Paläste und unendlich fein verzierte Koranschulen, verwinkelte Gassen der Medina, Gewürze und Düfte, Gärten und Palmenhaine. Der Djema el Fna, der lebendigste und berühmteste Platz Afrikas, auf dem jeden Tag von Neuem ein großes Freiluft-spektakel stattfindet: Akrobaten, Schlangenbeschwörer, Märchenerzähler, Wunderheiler, Garküchen, etc. Einführung, Orientierung und ½ Tag Stadtspaziergang, deutschsprachig. Übernachtung in einfachem Hotel/Riad (F/-/-)

3. Tag: Fahrt in den Süden
Nach einem feinen Frühstück brechen wir auf. Die Reise führt über den hohen Atlas nach Ouarzazat in Richtung Draatal. Wir überqueren den Tizi n Tnifift - Paß (1860m), vorbei an schönen Oasen -dörfern und einem herrlichen Blick zum Jebel Sarhro, der letzten Bergkette vor der großen Sahara. Ankunft in einer Oasen, die über Jahrhunderte End- und Ausgangspunkt von Wüstenkarawanen war. Übernachtung in einem einfachen Camping unter Nomadenzelten.Camping (8 Std. Fahrt) (F/M/A)

4. Tag: Zur Oase und den ersten Schritten in der Wüste
Am frühen Morgen gelangen wir mit dem Lokaltransit zu einer weiteren Oase, wo wir unser Begleitteam treffen. Das Gepäck wird auf Lastkamele verladen. Die folgenden Tage brauchen wir nur mehr unsere Tagesrucksäcke zu tragen. Es gibt für je zwei Personen ein Igluzelt zum Schlafen, sowie ein großes Berberzelt als Stube, ein Küchen- und ein Toilettenzelt.Heute Nachmittag gehen wir durch ein Tal mit Akazien und Tamariskenbäumen, durchqueren kleine Oasen, Dörfer. Bei kleinen Dünen genießen wir unsere erste Nacht in der Wüste. Camp (3 Std. Lokaltransport, 3 Std. Wanderung) (F/M/A)

5. - 12. Tag: 8 Tage Wanderung in der vielfältigen Wüste
In unserem Wandergebiet leben die Nomaden des Berberstammes Ait Khabbach, die in dieser Gegend ihre Zelte aus Ziegen- und Dromedarhaaren aufschlagen. Kamelherden und Ziegen sind ihre Lebensgrundlage und sie ziehen mit ihren Tieren der Nahrung nach. Weite Plateaus, Berge am Horizont, Tamariskenwäldchen.
Die skurrilen Formen der schwarzen Steine zu unseren Füssen lassen uns immer wieder innehalten. Vulkangestein zeugt von einer Funken sprühenden Vergangenheit. Lager bei Sanddünen mit
Tamarisken.Über eine weite Ebene nach Osten überqueren wir eine ausgetrocknete Seenpfanne. Nach einer Rast erklimmen wir die Erhebung zu unserer Seite. Hier ist wohl einer der landschaftlichen Höhepunkte der Wanderung. Es erwarten uns fast surreale Landschaften, weite Täler und Hochebenen, wie Riffs ragen schwarze Feldzacken aus dem rötlichen Sand. Wir gehen immer weiter, entlang des Kammes und haben 360° Ausblick. Je tiefer der Sonnenstand, desto unwirklicher die Eindrücke. Das Farb- und Formenspiel ist atemberaubend. Nach dem Sonnenuntergang düsen wir eine große Düne hinunter zu unserem Lagerplatz und warmem Tee.Vulkanische Felsrücken, Akazienbüsche, roter Sand formierten sich hier zu einer überaus eindrucksvollen Kulisse! Weit weg von der "zivilisierten Welt", fast weg von der Zeit, gehen wir weiter. Der Rhythmus des Gehens, Schauens, Rasten und das Lagerleben ist nun schon zu unserer täglichen Routine geworden. Die Gedanken werden ruhig, still und klarer. Zu unseren Füssen breitet sich eine weitere neue "Bodenerfahrung" aus und lockt zum Spiele. In herrlichen Dünen nächtigen wir.Auf einem für uns ausgebreiteten gelben Sandteppich gehen wir gemächlich unseres Weges, folgen dem ursprünglichen Flusslauf, gönnen uns ein feines Mittagessen im Schatten eines Baumes und gelangen zu Fuß zu einem weiteren Naturbild, das uns staunend innehalten lässt. Sanddünen in gelb, rosa, braun drängen sich in den Vordergrund, die runden schwarzen Felsen stehen seit Jahrzehnten im Hintergrund und trotzen der Wüste.Wir wandern weiter in östlicher Richtung durch archaische Landschaften. Steingebilde, von Wind und Sand geformten Skulpturen sind unsere Gehunterlage. Wir gehen vorbei an Hennafeldern und suchen einen Brunnen in dessen Umgebung wir uns für heute niederlassen. Wir nehmen unseren Rucksack und gehen der Sonne entgegen. Über weite Ebenen führt unser Weg und schon bald schließen die Dromedare mit ihren Führer zu uns auf. Ein neuer Gehrhythmus breitet sich aus, die Tiere gehen ihre regelmäßigen schaukelnden Schritte, währenddessen die Männer leichten Fußes neben ihnen dahin ziehen, Sprechgesänge in
Berbersprache singen und sich unterhalten. Sprachmelodien, Landschaft, Dromedaraugenaufschlag, Steine werden zu einem einzigartigen Schauspiel. Camp bei Dünen. Gemächlich gehen wir unseren Rasttag in den Dünen an - strecken und recken uns im Schlafsack und gönnen uns ein ausgiebiges Frühstück. Wir entdecken die Vielfalt der unberührten faszinierenden Umgebung. Schwarzes Gestein umhüllt von warmem rotem Sand, Tamarisken, weich geschwungene Linien - ein Ort zum Verweilen. Mit dem Sonnenstand verändern sich die Bilder, die Formen. Die Sonne geht über den Dünen auf und es ist Zeit, Schlafsack und Matten
zusammenzupacken. Ausgeruht und reich an Bildern nehmen wir das Wanderleben wieder auf. Über kleine Hügel mit schwarzem Gestein übersät, ziehen wir zu unserem nächsten Camp. Kleine ausgetrocknete Oued weisen uns den Weg - am Horizont die Gipfel der Sandberge von Erg Merzouga. Bereits errichten unsere
Begleiter das Camp am Fusse von Sanddünen. Camps (4 - 6 Std. Wanderung bei unterschiedlicher Bodenbeschaffenheit) (F/M/A)

13. Tag: Wüste - Straße der Kasbhas
Der letzte Morgen mit unserer Equipe ist angebrochen, wir verabschieden uns von Berbern und Tieren. Rückreise durch die großen Palmenhaine des Tafilalet. Wir fahren ins Todratal auf der Strasse der 1000 Kasbahs, lassen die neuen Landschaftseindrücke an uns vorbeiziehen. Spaziergang in den Palmenhainen.Übernachtung in einer Herberge (6 Std. Fahrt) (F/M/A)

14. Tag: Über den Atlas nach Marrakech
Pittoreske Lehmwohnburgen, braune, schroffe Felsen, grüne Felder, Berberdörfer, Musik verkürzen die Rückfahrt. Wir überqueren die Berge des hohen Atlas und erreichen nach ca. 6 Std. Fahrt die ehemalige Königsstadt Marrakech, freier Abend.Übernachtung in einfachem Hotel/Riad (6 Std. Fahrt) (F/M/-)

15. Tag: Marrakech
Tag zur individuellen Gestaltung in Marrakech. Übernachtung in einfachem Hotel/Riad (F/-/-). Wir genießen das Treiben in den quirligen Bazaren und Handwerkergässchen und erhaschen uns einen letzten Blick vom Kaffeehaus aus auf das, über der Stadt thronende, schneebedeckte Gebirgsmassiv des Hohen Atlas.Übernachtung in einfachem Hotel/Riad (F/-/-)

16. Tag: Abreise
Transfer zum Flughafen nach Casablanca, Rückflug nach Europa oder Verlängerungswoche. (3 ½ Fahrt) (F/-/-)
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Wir bitten Sie, das vorliegende Detailprogramm nur als generellen Ablaufplan zu verstehen. Obwohl wir unsere Programme mindestens einmal pro Jahr auf den neuesten Stand bringen, können sich vor Ort kurzfristigere Änderungen des Programms ergeben. Änderungen von Wegen und Routen, Transportprobleme, schlechter Straßenzustand, Änderungen von Permit- und Trekkingbestimmungen, ungünstige Wetterverhältnisse etc. können zu Programmumstellungen führen. IhrE ReiseleiterIn wird jeweils vor Ort die notwendigen Umstellungen durchführen und Sie darüber informieren. Wir und alle unsere PartnerInnen bemühen uns hier flexibel und immer im Sinne einer bestmöglichen Durchführung des Reisecharakters zu agieren. Wir bitten daher auch unsere KundInnen um Flexibilität. Solche unvorhersehbaren Programmänderungen sind weder Reklamations- noch Refundierungsgründe - etwaige Zusatzkosten gehen zu Lasten der Teilnehmer.
Im Programm evtl. namentlich angeführteR ReiseleiterIn gilt vorbehaltlich. Im Falle von Krankheit, Verhinderung etc. behalten wir uns vor, auch ohne Vorankündigung, eineN ErsatzreiseleiterIn zu stellen. Dies berechtigt nicht zum Reiserücktritt, bzw. zu Rückzahlungsforderungen.
Programmhinweis: Unter 6 Personen: Aufzahlung 90,- € p. P. und Transfer vom Flughafen Casablanca nach Marrakech und zurück mit Zug statt Bus (Zugticket extra 15 €)
Single Spezial: Bei dieser Reise garantieren wir ein 1/2 Doppelzimmer. Ein EZ-Zuschlag (EZZ) wird nur bei ausdrücklicher Buchung verrechnet.
Generelle Hinweise:
Vorgeschriebene Impfungen: Keine. Beachten Sie bitte die aktuellen Impfempfehlungen von Hausarzt, Gesundheitsamt oder Tropeninstitut.
Einreise: Reisepass, Gültigkeit mind. 6 Monate über Reiseende hinaus.
Vor allem in der Hochsaison kommt es manchmal zu Flugverspätungen bzw. Verzögerungen bei der Gepäcksauslieferung. Bitte nehmen Sie daher zur Sicherheit die wichtigsten persönlichen Dinge (pers. Gegenstände, Goretexjacke, Kamera, Bücher für längere Wartezeiten etc.) mit ins Handgepäck. Bitte beachten Sie die Handgepäcksbestimmungen bezüglich Flüssigkeiten etc.
Teilnahme auf eigene Gefahr. Irrtümer und Änderungen vorbehalten. Es gelten die allgemeinen Reisebedingungen mit unseren "Besonderen Weltweitwandern Bedingungen".
Die endgültigen Flugzeiten, Flugroute bzw. linie erhalten sie mit den Reiseunterlagen ca. 10 Tage vor Abreise. Die internationalen Flugverbindungen sind derzeit starken Veränderungen unterworfen. Flugzeiten können sich daher kurzfristig ändern.
Kalkulationsstand der Preise: Juni 2009
Ein Teil des Erlöses aus dieser Reise geht an ausgesuchte Projekte weltweit.
ca. 7 Std. auf verschiedener Bodenbeschaffenheit. Diese Wanderung ist für alle Menschen, die für längere
Zeit und tief in die Wüste eintauchen wollen. Auf den äußerst vielfältigen Wegen erlebt man viel
ursprüngliches Leben und äußerst abwechslungsreiche Landschaften. Die lange Gehdauer pro Tag erfordert
eine ausreichende Kondition!Das Tragen einer Kopfbedeckung und einer Sonnenbrille ist sehr
wichtig.Schichtenprinzip bei der Bekleidung mit genügend warmen Schichten ist besonders wichtig, da es von
Minusgraden im Atlasgebirge, oder in der Früh in der Wüste bis großer Hitze alle Klimastufen an einem
einzigen Tag haben kann. Durch die Schichten hat man dann eine gute Regulierungsmöglichkeit.Ein guter
Schlafsack mit einem Komforttemperaturbereich bis minus 5 °C ist ganz besonders wichtig!Wasser zum
Waschen ist fast immer vorhanden, manchmal aber sparsam zu verwenden. Hier erleichtern Feuchttücher
das Reinigen der Hände und des Gesichtes.Bitte IMMER eine Kopfbedeckung tragen: Ein Sonnenstich ist
äußerst unangenehm! (Anzeichen: Übelkeit, Fieber, etc....) Fast bei jeder Gruppe gibt es leider
TeilnehmerInnen, die unsere Warnungen diesbezüglich nicht ernst nehmen und dann Beschwerden durch die
ungewohnt starke Sonne bekommen. Deshalb noch einmal: BITTE wandern Sie nicht ohne Kopfbedeckung in
der Wüste!
Ausgaben persönlicher Natur wie Getränke, Souvenirs, Trinkgelder;
Trinkgelder für Crew (ca. EUR 50,- bis 70,- pro ReiseteilnehmerIn);
Zusätzliche Kosten bei Krankheit, Bergrettung, Änderung der Route durch höhere Gewalt bzw. Flugzeitverschiebungen;
Hauptmahlzeiten in Marrakech (ca. EUR 10,- / Mahlzeit)
Optional (Buchung vor Abreise):
Schlafsackmiete 25,- EUR/Tour
Reitmaultier/Kamel 230,- EUR/Tour
{{Begriffsklärungshinweis|Eine Beschreibung des Films von Josef von Sternberg befindet sich unter Marokko (Film)}}
+ Informationen zum Staat
| NAME | المملكة المغربية al-Mamlaka al-Maghribīya Königreich Marokko | |
| BILD-FLAGGE | Flag of Morocco.svg | |
| ARTIKEL-FLAGGE | Nationalflagge von Marokko | |
| BILD-WAPPEN | Coat_of_arms_of_Morocco.svg | |
| BILD-WAPPEN-BREITE | 120px | |
| ARTIKEL-WAPPEN | Wappen Marokkos | |
| WAHLSPRUCH | الله، الوطن، الملك Allāh, al-Watan, al-Malik ( Arab. für „Gott, Vaterland, König“) | |
| AMTSSPRACHE | Arabisch | |
| HAUPTSTADT | Rabat | |
| STAATSFORM | Konstitutionelle Monarchie | |
| STAATSOBERHAUPT | König Mohammed VI. | |
| REGIERUNGSCHEF | Premierminister Abbas al-Fassi | |
| FLÄCHE | 446.550 | |
| EINWOHNER | 32.000.000 (Schätzung Juli 2008) | |
| BEV-DICHTE | 67 | |
| BIP | 73.429 Mio. US$ (58.) | |
| BIP-ERWEITERT | nominal (2007) International Monetary Fund, World Economic Outlook Database, April 2008 | |
| BIP/EINWOHNER | 2.389 US$ (107.) | |
| HDI | 0,646 (126.) | |
| WÄHRUNG | 1 Dirham (DH) | 100 Centimes |
| UNABHÄNGIGKEIT | von Frankreich und Spanien am 2. März 1956 | |
| NATIONALHYMNE | Hymne Chérifien | |
| ZEITZONE | UTC | |
| KFZ-KENNZEICHEN | MA | |
| INTERNET-TLD | .ma | |
| TELEFON-VORWAHL | +212 | |
| ANMERKUNGEN | Alle Angaben beziehen sich auf das Kerngebiet ohne die Westsahara. | |
| BILD-LAGE | Africa morocco.png |
+ Landesname
+ Geographie
Klima
Das Klima Marokkos zeigt einen Übergang vom mediterran beeinflussten Nordwesten des Landes zum saharisch-kontinentalen Südosten und Süden. Der Hohe und Mittlere Atlas, die zusammen als eigener Klimaraum aufzufassen sind, bilden mit ihrem Hauptkamm die Klimascheide. Der nordwestliche Landesteil hat trockenheiße Sommer mit einer mittleren Augusttemperatur von 23 °C und mittleren Temperaturmaxima zwischen 26 °C (Casablanca) und 29 °C ( Tanger). Die Winter sind mild (Januarmittel 12 °C) und regenreich, wobei die Niederschlagsmengen nach Süden hin geringer werden (Tanger 900 mm, Agadir 200 mm Jahresniederschlag). Landeinwärts nimmt der mildernde Einfluss des Meeres rasch ab, so dass in der zentralen Meseta und im Atlasgebirge ausgeprägtes Kontinentalklima herrscht: In Marrakesch (Augustmittel 29 °C) können im Sommer 45 °C erreicht werden, während im Winter die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen können; an Niederschlag fallen kaum 250 mm. Dagegen bringen Steigungsregen an der Westabdachung der Gebirge zum Teil mehr als 1.000 mm Niederschlag pro Jahr, der über 1.000 m Meereshöhe in den Wintermonaten gewöhnlich als Schnee fällt. In den südlich des Atlas gelegenen Sahara-Randgebieten herrscht extrem trockenheißes Wüstenklima. Es fallen nur unregelmäßig Niederschläge, die selten 200 mm im Jahr erreichen, so dass Ackerbau lediglich in Oasen mit Bewässerung betrieben werden kann. Während der Sommermonate weht zeitweise der Schirokko, ein heißer, staubbeladener Wind aus der Sahara.Flora und Fauna
Auch die Pflanzenwelt ist durch das Atlasgebirge zweigeteilt: Nordwestlich des Gebirges überwiegt der mediterrane Bewuchs, südöstlich davon die Wüstensteppe. Geschlossene Waldbestände mit Stein- und Korkeichen, Thujen, Atlaszedern und Aleppokiefern finden sich noch in den regenreichen Gebirgszonen und den westlichen Ebenen; sie bedecken nur etwa ein Zehntel der Landesfläche. Im südlichen Küstenbereich wachsen Arganien und Jujuben. Im übrigen hat der jahrhundertelange Raubbau die Mittelmeervegetation – soweit sie nicht Kulturflächen weichen musste – auf Baumheiden, Erdbeerbäume, Pistazien, Wacholderarten und Zwergpalmen reduziert. Oberhalb der Waldgrenze (bei 3.100 m) gibt es eine Stufe von Polsterpflanzen. Jenseits des Atlasgebirges ist Trockensteppenvegetation mit Büschelgräsern und Dornsträuchern vorherrschend; in der nordöstlichen Hochsteppe wächst das widerstandsfähige Halfagras. In den wenigen Oasen werden Dattelpalmen kultiviert.+ Bevölkerung
Sprache
Die landesweite Amtssprache ist Arabisch. Von Marokkanern berberischer Abstammung werden auch diverse Berbersprachen ( Tachelhit, Tamazight, Ghomara, Tarifit, Senhaja de Srair und heute auch noch Judäo-Berberisch) gesprochen. Französisch wird im gesamten Land als Handels- und Bildungssprache benutzt. Im Norden Marokkos, der Westsahara und um Sidi Ifni wird zusätzlich Spanisch gebraucht.Religion
Staatsreligion ist der Islam. Rund 99,8 % der Bevölkerung sind Muslime, davon 90 % Sunniten malikitischer Richtung. 69.000 Einwohner bekennen sich zum Christentum (meist Katholiken) und 8.000 zum Judentum.+ Soziale Lage
+ Geschichte
Antike
Bereits im 2. Jahrtausend v. Chr. besiedelten Berber-Stämme das Gebiet des heutigen Marokko. Vom 12. Jahrhundert v. Chr. an gründeten die Phönizier an der Küste Handelsniederlassungen, darunter auch Karthago im Gebiet des heutigen Tunesien, das seit dem 8. Jahrhundert v. Chr. Stützpunkte im Mittelmeerraum errichtete. Im Innern des Landes bildete sich wahrscheinlich schon im 4. Jahrhundert v. Chr. das Königreich Mauretanien heraus, das durch den Zusammenschluss mehrerer Berber-Stämme entstanden war.Mittelalter
429 fielen die Vandalen in Nordafrika ein, konnten sich jedoch nur bis 477 in Tanger und Ceuta behaupten. Unter Kaiser Justinian I. (527-565) stießen oströmische Truppen bis zur Straße von Gibraltar vor, beschränkten aber ihre Herrschaft im heutigen Marokko ebenfalls auf diese beiden Städte und befestigten sie.Neuzeit
Vom Beginn des 16. Jahrhundert an hatten Portugiesen und Spanier begonnen, an der marokkanischen Küste Stützpunkte anzulegen; Spanien hatte bereits unmittelbar nach Abschluss der Reconquista Sidi Ifni und Melilla besetzt. Um 1520 kontrollierte Portugal alle wichtigen Atlantikhäfen des Landes. Unter der mächtigen Dynastie der Saadier entwickelten sich im 16. und 17. Jahrhundert Handelsbeziehungen zu den europäischen Staaten. Frankreich errichtete in den wichtigen Hafenstädten Konsulate.+ Politisches System
Parlament
Marokko verfügt seit der Verfassungsreform von 1996 über ein parlamentarisches Zweikammernsystem aus Nationalversammlung und Senat. Die Nationalversammlung besteht aus 325 alle fünf Jahre direkt gewählten Mitgliedern; 30 Sitze sind für Frauen reserviert. Es kann dem Ministerpräsidenten mit Zweidrittelmehrheit das Misstrauen aussprechen. Wahlberechtigt sind alle Marokkaner im Alter ab 20 Jahren. Der Senat besteht aus 270 alle neun Jahre indirekt gewählten Mitgliedern. Die vom Parlament verabschiedeten Gesetze bedürfen der Zustimmung des Monarchen. Dieser kann auch Gesetze zur Volksabstimmung vorlegen.Wahlen 2002
Nach den Wahlen vom 7. November 2002 führte der parteilose Driss Jettou, der vom König ernannt wurde, eine Koalitionsregierung an. Größte Parteien wurden 2002 die Union Socialiste des Forces Populaire (USFP) mit 50 Sitzen, die Parti Istiqlal (PI) mit 48, und die Parti de la Justice et du Developpement (PJD) mit 42 Sitzen.Rechtssystem
Die Verfassung des Landes gewährt eine unabhängige Judikative. Das Rechtswesen orientiert sich weitgehend am französischen Vorbild. Im Familien- und Erbrecht gilt jedoch die Scharia, die modifiziert auch auf Andersgläubige angewandt wird. Für Juden gilt talmudisches Recht. Höchste juristische Instanz ist der Oberste Gerichtshof in Rabat. Dessen Richter werden vom König ernannt.Außenpolitik
Marokko ist Mitglied der Vereinten Nationen, der Arabischen Liga und der Welthandelsorganisation ( WTO). Wegen der Aufnahme der Arabischen Demokratischen Republik Sahara (Westsahara) in die Afrikanische Union (AU) hat Marokko als einziger afrikanischer Staat seine Mitgliedschaft der AU, die Marokko mitbegründet hat, zurückgezogen.+ Militär
| Teil: | Personen | Gründung |
|---|---|---|
| Königliche marokkanische Armee | 175.000 | 1956 |
| Königliche marokkanische Luftwaffe | 13.500 | 1956 |
| Königliche marokkanische Marine | 11500 | 1960 |
| Königliche marokkanische Gendarmerie | 23.000 | 1956 |
| Königlich marokkanische Schutztruppe | 3000 | 1956 |
| * Insgesamt | 226 000 | - |
+ Verwaltungsgliederung
Größte Städte
thumb Die größten Städte sind (Stand: Volkszählung vom 2. September 2008):+ Wirtschaft
Bodenschätze, Energie
Marokko ist reich an Phosphat, etwa 75 % des weltweit geförderten Phosphats stammen aus Marokko. Daneben gibt es Vorkommen von Erdöl, Erdgas, Kohle, Salz, Eisenerz, Blei, Kupfer, Zink, Silber, Gold, Mangan, Nickel, Cobalt. Seinen Bedarf an Energie kann Marokko jedoch nur zu rund 13 % aus eigenen Mitteln decken. In der umstrittenen Westsahara sind ebenfalls große Mengen an Phosphat vorhanden, darüber hinaus wird das Vorkommen größerer Mengen an Erdöl und Erdgas vermutet.Landwirtschaft
right Die Landwirtschaft Marokkos machte 2003 17 % am BIP aus, kann jedoch als wichtigster Wirtschaftssektor betrachtet werden, da hier 43,6 % der erwerbstätigen Bevölkerung beschäftigt sind. Landwirtschaftlich genutzt werden vor allem der Westen und Nordwesten Marokkos; rund 18 % der Landesfläche sind Ackerland. Umfangreiche Bewässerungskulturen finden sich in den Küstenebenen Rharb ( Sebou-Niederung) und Sous sowie bei Marrakesch und Fès; um weitere Flächen bewässern zu können, werden zusätzlich Staudämme gebaut. Die ungleiche Landverteilung zwischen den kleinen Bauern und den Großgrundbesitzern, die den größten Teil des Bodens bewirtschaften, konnte auch durch mehrere Agrarreformen kaum verändert werden. Angebaut werden Getreide ( Weizen, Gerste, Mais, Hirse, Reis), Hülsenfrüchte, Zuckerrüben, Datteln, Sonnenblumen, Erdnüsse, Oliven, Zitrusfrüchte (vor allem Orangen), Baumwolle, Wein, Mandeln, Aprikosen, Erdbeeren, Frühkartoffeln, Spargel, Artischocken und Tabak. Die Viehzucht in den Steppen der Meseta, im Osten des Landes und in den Gebirgen wird teilweise nomadisch betrieben ( Schafe, Ziegen, Rinder, Esel, Dromedare, Pferde, Geflügel). Rund 10 % des Waldbestandes sind Korkeichen; Marokko ist der drittgrößte Korkproduzent der Welt. Küsten- und Hochseefischerei an der Atlantikküste ( Sardinen und Schalentiere) sind bedeutend für den Export.Industrie
thumb Fès BIP erwirtschaftet, dort beschäftigt sind aber nur 19,7 % aller Erwerbstätigen. Die Industrie ist stark auf den Binnenmarkt ausgerichtet; ausländische Märkte gewinnen jedoch an Bedeutung. In der Nahrungsmittelindustrie herrschen die Zucker- und Ölerzeugung sowie die Herstellung von Obst-, Gemüse- und Fischkonserven vor. Günstig entwickelt haben sich Metall- und Kunststoffverarbeitung sowie Kraftfahrzeugindustrie und Montage von Elektrogeräten. Es gibt ferner eine bedeutende chemische Industrie, Zementproduktion und Erdölverarbeitung. Ein nach wie vor wichtiger Wirtschaftszweig ist das traditionelle Handwerk ( Teppiche, Leder-, Kupfer-, Gold- und Silberarbeiten).Fischerei
Der Haupthandelspartner ist Europa, z.B. in der „Pulindustrie“, d.h. Nordseekrabben werden über eine holländische Firma zum Pulen nach Polen, Russland oder Marokko gebracht, weil das Pulen dort 20-mal billiger ist als in Deutschland das Maschinenpulen.Dienstleistungen
Im Dienstleistungsbereich wurden 2003 54 % des BIP erwirtschaftet, wobei 36,7 % der Erwerbstätigen in diesem Sektor arbeiten. Marokko ist eines der bedeutendsten Reiseziele Nordafrikas und erwirtschaftet 10 % seiner Devisen durch den Tourismus. Etwa 80 % der Touristen, die Marokko besuchen, sind Europäer. Außer der vielfältigen Landschaft und den kulturellen Gegensätzen bietet Marokko eine Vielzahl von Sehenswürdigkeiten seiner orientalischen Geschichte.Außenhandel
thumb Exportiert wurden 2004 Güter in einem Gesamtwert von 9,6 Mrd. US-$. Hauptexportgüter Marokkos sind Konsumgüter, die 37 % des Exportvolumens (davon 31 % Textilien) ausmachten. 27 % waren Halbwaren (8 % Phosphorsäure, 6 % Transistoren, 5 % Düngemittel), 16 % Nahrungsmittel, 8 % Investitionsgüter und 7 % Rohstoffe. Hauptabnehmer marokkanischer Güter sind Frankreich (33 %), Spanien (17 %), Großbritannien (8 %), Italien (5 %), die USA (4 %), Indien (4 %) sowie Deutschland und Brasilien (jeweils 3 %). Importiert werden nach Marokko jährlich Güter im Gesamtwert von 14,9 Mrd. US-$. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um industrielle Vorprodukte und Halbwaren (23 %), Konsumgüter (23 %), Investitionsgüter (21 %), Rohöl (9 %), Nahrungsmittel (9 %), Brennstoffe (7 %) sowie Tiere und Pflanzen (5 %). Hauptlieferanten dieser Importgüter sind Frankreich (18 %), Spanien (12 %), Italien (7 %), Deutschland (6 %), Russland (6 %), Saudi-Arabien (5 %) und die VR China (4 %).Staatshaushalt
Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 23,9 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 22,9 Mrd. US-Dollar gegenüber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 1,1 % des BIP. The World Factbook+ Infrastruktur
+ Kultur
Literatur
{{Hauptartikel|Liste marokkanischer Schriftsteller}}Film
Marokko gilt bis heute als beliebter Schauplatz für Historien- und Bibelverfilmungen. Viele namhafte Regisseure, darunter Ridley Scott ( Gladiator, Königreich der Himmel) und Franco Zeffirelli ( Jesus von Nazareth) haben hier ihre Filme gedreht. Auch wurde hier zwischen 1993 und 2001 die 13-teilige TV-Serie Die Bibel produziert. Viele der Einwohner von Ouarzazate, Aït-Ben-Haddou und der unmittelbaren Umgebung sowie deren Familien existieren allein durch diese Filmindustrie, da sie bei der Produktion oft für die authentische Komparserie sorgen.Sport
Die höchste marokkanische Fußballliga ist das Groupement National de Football (GNF 1).+ Literatur
+ Weblinks
+ Einzelnachweise
Liegematte:
Sie bekommen von uns vor Ort eine ca. 5cm dicke Schaumstoffmatratze mit Baumwollüberzug zur Verfügung gestellt. Eine eigene Liegematte ist daher nicht erforderlich.